Wahrnehmungsfilter – welche Brille trägst du?

Die “absolute” Wahrheit ?

Die Zielsetzung, eine neutrale Realität zu beschreiben, die von allen Mitbeteiligten einer Situation als wahr akzeptiert werden kann, ist manchmal gar nicht so leicht zu erreichen – zu unterschiedlich sind die Wahrnehmungen der beteiligten Personen. Je mehr Emotion im Spiel ist, je stärker einer oder mehrere Beteiligte davon überzeugt sind „im Recht“ zu sein, umso schwieriger wird es. Eine Wahrheit, die für alle gilt, lässt sich dann nur schwer finden.

Wahrnehmungsfilter

Jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Wahrnehmungsfilter, der bereits genetisch angelegt ist. Dieser Filter verengt sich immer weiter durch all die Erlebnisse und Prägungen unseres Lebens und beeinflusst auch unsere Erwartungen.  Wir erleben unsere individuelle Wahrnehmung als innere Wahrheit, die wir tendenziell erst einmal als richtig verteidigen. Wir können sozusagen oft „nicht aus unserer Haut“, wie man das umgangssprachlich so schön benennt.

Bewusstsein

Weiß man allerdings um diese Phänomene und ist bereit, anzuerkennen, dass die eigene Wahrheit möglicherweise nicht der Wahrheit eines anderen Menschen entspricht, weil er auf seine Weise eine völlig andere Wahrheit erlebt, dann wird es möglich, interessiert und neugierig in den Austausch zu gehen über diese verschiedenen Wahrnehmungen. Wir sollten uns nicht gegenseitig das Recht absprechen, die Dinge so zu erleben, wie wir sie erleben.

Das Wichtigste hierbei ist die Bereitschaft, auf das „Rechthaben“ zu verzichten. Der gegenseitige Respekt und die Nichtbewertung sind weitere Helfer auf diesem Weg. Meine Wahrheit ist nicht gewichtiger als die Wahrheit des anderen. Für manche Menschen ist es ein langer Weg, diese Haltung zu finden. Es kostet Mut, verschiedene Wahrheiten anzuerkennen und stehen zu lassen.

Blickwinkel bewusst ändern

Wir können trainieren, unseren Blickwinkel zu verändern, andere Perspektiven einzunehmen und uns in die Situation der anderen hin einzufühlen. Ein empathisches Mitfühlen und Erkunden der anderen Perspektiven kann viele Brücken bauen. Wir selbst erweitern unseren Wahrnehmungsfilter und unser Bewusstsein dadurch.

Ein beobachtender Blickwinkel, in dem wir selbst weder emotional noch gedanklich gebunden sind, sondern von außen auf eine Situation blicken, ist sehr hilfreich um im Nachhinein eine Situation zu reflektieren.

Und dann gibt es da noch eine ganz besondere Chance – für mich ist es immer wieder ein kleines Wunder, wenn ich eine schwierige Situation aus weitem Abstand betrachte und mich dabei ganz bewusst mit den Instanzen in mir verbinde, die über Weisheit, Herzenskraft und Güte verfügen – da geschehen oft tiefe Erkenntnisse und Einsichten, die mir einen ganz neuen Blick auf eine Situation ermöglichen und mich mit einem tiefen, mitfühlenden Verständnis für die anderen und auch für mich selbst beschenken. Ich komme innerlich wieder in Frieden. Das erlebe ich als sehr befreiend.

Hast du Lust, deinen eigenen Wahrnehmungsfilter wieder zu öffnen, neue Perspektiven zu entdecken und zu einer tieferen Ebene deiner Wahrheit vorzudringen? Dann melde dich sehr gern für ein kostenloses Erstgespräch. Ich freu mich auf dich.

Herzensgrüße, Christel