
Kannst du wirklich für dich einstehen?
Traust du dich, anderen zuzumuten, dass du dein „Ja zu dir selbst“ so wichtig nimmst, dass du nicht immer und sofort allem zustimmst, was an Wünschen und Aufgaben von außen an dich herangetragen wird? Wann gelingt es, und warum klappt es manchmal so gar nicht?
Für mich einstehen zu können setzt voraus, dass ich meine Bedürfnisse kenne und wichtig nehme. Es verlangt von mir, dass ich meinen eigenen Wert achte. Außerdem brauche ich die innere Erlaubnis, dass ich mir zubillige, mich wirklich ernst zu nehmen in meinen eigenen Anliegen. Oft fürchten wir, andere zu enttäuschen oder zu verletzen und nehmen uns dann lieber zurück. Für mich einzustehen, muss aber nicht heißen, dass ich jemanden vor den Kopf schlage. Es ist durchaus möglich, für mich einzustehen, ohne unfreundlich oder verletzend zu sein bzw. meine Sorgfalt anderen gegenüber zu verraten.
Kommunikation will gelernt sein
In dem Moment, wo ein anderer Mensch mich um etwas bittet, das ich gerade nicht erfüllen kann, bin ich gefordert, klar für mein „Nein“ einzustehen und dennoch so liebevoll wie möglich zu signalisieren, dass es mir nicht leichtfällt, die Bitte abzuschlagen. Je nach Situation kann ich einen anderen Zeitpunkt benennen, wo es gehen könnte oder eine andere Lösung vorschlagen. Ich achte und respektiere die an mich herangetragene Bitte und setze das „Ja zu mir selbst“ dennoch höher. Wenn ich „rechtzeitig“ diese Grenze ziehe und ganz natürlich dazu stehe, kann ich viel besser kommunizieren, als wenn ich zu lange warte. Dann ist bereits emotionale „Ladung“ drauf und es ist schwierig, mein Anliegen freundlich auszudrücken.
Was, wenn ich bedrängt werde oder jemand etwas von mir einfordert?
Oft schleichen sich über die Jahre in engen Beziehungen Verhaltensweisen ein, die es „selbstverständlich“ finden, was einer für den anderen tut. Der eine Part fordert die Handlung als Gewohnheitsrecht ein und der andere traut sich nicht, nein zu sagen, weil er ein schlechtes Gewissen hätte, wenn er nicht zur Verfügung stünde. Wir haben innere Konzepte, familiäre Erwartungshaltungen und gesellschaftliche sowie religiöse Vorstellungen davon, wie wir füreinander da zu sein haben. Da sollten wir möglichst wach hingucken.
Ich glaube, dass es viel gesünder ist, wenn jeder Mensch die Freiheit hat, wahrzunehmen und zu spüren, was gerade in seinen (gesunden) Möglichkeiten liegt. In unseren herkömmlichen Rollenbildern haben gerade Frauen sonst gar keine Chance aus dieser ständigen Bringschuld hinaus zu kommen. Ich wünsche dir die klare innere Erlaubnis, das „Ja zu dir selbst“ wichtiger zu nehmen als alle Vorstellungen davon, was du „musst“. Wie oft höre ich „aber ich muss doch … bzw. ich kann doch nicht …!“ Verabschiede dich davon und finde einen Weg, für dich selbst einzustehen und bleibe dennoch in liebevoller Verbundenheit zu dem anderen Menschen, dem du gerade ein „nein“ zumutest.
Sehnst du dich danach, ermutigt und gestärkt zu werden, damit du endlich für dich selbst losgehst? Sehr gern nehme ich dich an der Hand und begleite dich auf deinem Weg. Hier vor Ort in Hanau mit Einzelcoachings und Workshops in Christels Scheune oder auch online – am besten meldest du dich über das Kontaktformular zu einem unverbindlichen, kostenfreien Erstgespräch.
Ich freu mich auf dich, von Herzen,
Christel
