Was, wenn du dich völlig zu Unrecht gescholten fühlst?

Es fühlt sich ziemlich unangenehm an, wenn wir uns unfair oder schlecht behandelt fühlen, zu Unrecht gescholten oder unverstanden. All diese Empfindungen bringen uns mit Erlebnissen in Resonanz, die meist vor langer Zeit geschehen sind und noch heute tiefe Gefühle der Schutzlosigkeit, des Verlassen Seins oder des Schmerzes in uns wachrufen.

 

Wenn der innere Anwalt/Beschützer kommt

Längst haben wir gelernt uns zu verteidigen und im Innern springt in solchen Situationen oft ein Anteil auf die Matte, der mit hochgekrempelten Ärmeln bereit ist, für uns einzustehen und zu kämpfen. Gerade Menschen, die sehr viel schmerzhaften Mist erlebt haben, den sie erfolgreich hinter sich gelassen haben, können sehr „getriggert“ reagieren – und oft für andere nicht nachvollziehbar „überreagieren“.  Wenn du zarte, sensible innere Anteile verteidigen willst, wird dein innerer Anwalt alles geben.

 

Was passiert mit deinem Gegenüber?

In dem Moment, wo du im Verteidigungsmodus loslegst, kann es sehr leicht passieren, dass du beginnst, in Vorwürfen zu sprechen. Es kann sein, dass du dich so im Recht fühlst, dass du dein Gegenüber komplett verurteilst oder auch gar nicht mehr zuhören kannst. Dann ist es nicht mehr möglich, sich vernünftig zu verständigen – denn dein Gegenüber hat auch einen inneren Anwalt, der durch dein Verhalten natürlich von dir in ihm massiv getriggert wird. So kann sich eine Situation regelrecht hochschaukeln. Wahrscheinlich hast du das auch schon mal erlebt, oder?

 

Wie kommt man da raus?

Wenn beide Personen um ihre inneren Trigger wissen, sich ehrlich ihren eigenen Gefühlen stellen können und zumindest ein wenig in der Lage sind, die Sache noch zusätzlich aus einer Beobachterperspektive zu betrachten, ist es nicht schwierig, wieder in Konsens zurück zu finden. Letztlich geht es darum, dahin zu kommen, dass man sich gegenseitig wieder den Raum geben kann, einander zuzuhören. Dann wird man feststellen, wie verschieden wir doch alle genau die gleiche Situation erleben können. Das ist immer wieder spannend.

Solange einer der beiden Beteiligten allerdings noch in der Identifikation mit seinen Gedanken und Gefühlen ist, wird er versuchen, sein Gegenüber davon zu überzeugen, dass er Recht hat –

Ziel ist es also, eine neutrale Position zu finden, die beide Erlebniswelten stehen lassen kann.

Weißt du, wovon ich rede? Falls es dir schwer fällt, aus solchen Mustern rauszukommen? Wenn du dir Begleitung dabei wünschst, dich selbst besser zu verstehen und gute Wege zu finden, Konflikte zu lösen, dann melde dich sehr gern bei mir für ein kostenloses Erstgespräch über meine Kontaktseite.

Es macht mir viel Freude, zu deinem Erfolg und Glücklichsein einen Beitrag zu leisten.

Von Herzen,
Christel